

20. - 21. August 2005 |
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Unsere Ankunft auf dem Marienfeld
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Wir wachen auf
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Matteo und Chiara Bottazzi
Königsdorf, Deutschland, 7:30 Uhr. Unsere Gruppe ist bereit nach dem Marienfeld aufzubrechen, wo der Papst Tausende Jugendlicher aus der ganzen Welt begrüßen wird, die gekommen sind, Jesus anzubeten.
Wir mußten lange laufen bis wir den uns zugeteilten Abschnitt erreichten, und wir saßen direkt vor einer riesigen Filmleinwand, auf der wir besser sehen konnten, was sich ereignete. Während wir auf die Ankunft des Papstes aus Italien warteten erhielten wir die traurigen Nachrichten vom Tode von Onkel Santino, des Onkels von Sr. Gianna, den auch viele andere SFPs kannten. Wie Valeria sagte, “war Sr. Gianna uns allen ein Beispiel, als sie mit so viel Festigkeit und Glauben Gottes Liebe in einer so schwierigen und schmerzlichen Zeit bezeugte”. Umgeben von Menschenmengen und lauter Musik beteten wir alle zusammen den Rosenkranz,
Pünktlich um 7 Uhr abends kam der Papst und wir brachen alle in große Freudenrufe aus. Noch vor Beginn der Abendandacht wollte der Papst seines Vorgängers, des Papstes Johannes Paul II gedenken, indem er eine Glocke segnete, die dessen Namen trug. Cinzia, eine der jüngsten Mitglieder der Gruppe, sagte, “Das beeindruckte mich sehr, denn ich war Johannes Paul II sehr verbunden.”
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Die Plattform für die nächtliche Andacht
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Die Plattfomr blieb die ganze Nacht erleuchtet
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Die Papstmesse
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Nach einer Zeit des Gebets, die von Tanz und Gesang, dem gegenseitigen Mitteilen von Erlebnissen und vom Lesen des Psalms 139 begleitet war, wurde das Evangelium vorgelesen. Wir hörten wieder die Textpassage von den drei Weisen, aber noch bewegender war der Satz, der uns durch die Andacht begleitete: “Wir kamen, Ihn anzubeten.” Wie vor 2000 Jahren, wurde dies wieder zum lebendigen Evangelium.
In seiner Predigt erinnerte uns der Papst daran, daß die drei Weisen vor Jesus auf die Knie fielen, nicht als Zeichen der Unterwerfung sondern dem Wunsch Ausdruck gebend, Ihn kennenzulernen. Sie, die sie mächtige Führer auf Erden waren - trafen auf einen anderen König, ein kleines und schwaches Baby. Antonella sagte, daß sie Segen in den Worten fand: “Die Liebe des Gottes, der für die Geringsten unter uns kam, und ich selbst glaube ich gehöre zu den Geringsten.”
Nach der Predigt begann der Papst eine Zeit der Anbetung, aber die Leinwand in userem Abschnitt hörte auf zu funktionieren - nichts war mehr darauf zu sehen! Dies war auch ein starkes Erlebnis: Mara empfand, daß Gott sogar im Dunkeln anwesend ist, selbst wenn wir nicht in der Lage zu sein scheinen, Ihn zu sehen oder zu hören. Vielleicht war es das, was die Weisen taten, als sie dem Stern folgten. Sie waren sich Seiner Gegenwart sicher, selbst wenn sie ihn nicht sehen konnten.
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…der Papst ist hier
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Cinzia beim Gebet
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Es wurden Kerzen an uns alle verteilt zur Erinnerung daran, daß der Friedensfürst, der uns dazu aufruft, in Frieden zu leben, in Bethlehem geboren war. Auf der Kerze war ein Stern, der unser Engagement demonstrierte, Zeugen des Lichtes Christi in unseren Familien und Pfarreien zu sein.
Es war wunderbar zu sehen, wie das ganze Marienfeld mit “dem Lichte Christi” aufleuchtete. Die Anbetung des allerheiligsten Sakraments dauerte die ganze Nacht an. Einige von uns versuchten zu schlafen und andere, wie Paul, beteten zu Gott , daß Er Sein Licht auf eine spezielle Entscheidung werfe, die er für sein Leben treffen mußte.
Jeder fühlte, wie kalt es war. Alessandro dachte, “Sogar dem Baby in Bethlehem war es kalt, ebenso war Er kalt am Kreuz. Jesus tat dies, weil Er zur Kälte der Menschheit hernieder kommen und sie aufwärmen wollte. So müssen wir tief in die Kälte eindringen um Jesu Wärme zu erfahren.”
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Nach der nächtlicheh Andacht… ins Bett
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Während der hl. Messe
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Der neue Tag begann mit dem Morgengebet, und nachdem wir in langen Schlagen vor den Toiletten gewartet hatten waren wir bereit, an der Liturgie teilzunehmen!! Unsere Herzen waren mit Staunen erfüllt, denn es hatte noch nicht geregnet. Wie Giuseppe sagte, “so wie Jesus die Menge um sich versammelt und Brot und Fische vermehrt hatte, so sind auch wir um den Nachfolger Christi versammelt und erleben das Wunder, daß es nicht regnet.”
Die Liturgie....Welch einzigartiger Anblick von Tausenden junger Menschen aus vielen verschiedenen Kulturkreisen, alle gleichermaßen schlaftrunken, die die Kraft aufbrachten aus ihren Schlafsäcken zu kommen und noch einmal, zum letzten Mal, die Worte des Papstes zu hören. Ohne es zu bemerken, waren wir auf dem Höhepunkt des Weldjugendtages angekommen, und das Kirchenlied Venimus adorare eum war nicht nur ein Lied, sondern ein Gelöbnis fürs Leben. Anbetung kann nicht oberflächlich sein, sondern muß jeden von uns dazu bringen, Christus zu unserem eigenen Licht zu machen. Benedikt XVI drückte dies sehr wirkungsvoll aus. In seiner Predigt sprach der Papst über uns, über das tägliche Leben. Er sagte, daß das Evangelium in unsere täglichen Entscheidungen Eingang finden muß, daß Gottes Wort auf den schwierigen Weg der Kirche scheinen muß.
Der Papst vergleicht die Kirche mit einem großen Feld, auf dem gutes Gras und schlechtes Gras wächst ...er nennt das Unkraut. Trotz diesem Negativum, bittet der Papst jeden von uns, daß wir unsere Schuldigkeit in unseren Gemeinschaften tun und nicht der Versuchung erliegen, unsere eigene persönliche Religion zu schaffen, in der wir uns wohlfühlen. Wie er so demütig über die Kirche spricht und ihre Schwächen und Fehler zugibt, bringt er sie uns näher, denn sie besteht aus Menschen, die sich wie wir dafür entschieden haben, Christus bereitwillig anzunehmen. Das Evangelium muß in dieser Menschheit strahlen.
Nach der Liturgie begaben wir uns auf den langen Weg nach Hause...wir sind müde, hungrig, und wie die drei Weisen im Evangelium gehen wir einen anderen Weg zurück. Unsere Gruppe zerstreut sich. Sr. Gianna und Sr. Roberta warten auf Paul, der sich verirrt zu haben scheint; tatsächlich hat er jedoch gerade eine wichtige Entscheidung getroffen. Am Spätnachmittag waren wir alle zu Hause angekommen, aber der Weltjugendtag war noch nicht beendet. Nach dem Abendessen trafen wir uns alle in der Kapelle und sprachen über die Bedeutung dieser Tage für uns.
Wir sind alle sehr müde, nicht jeder ist in der Lage zu sprechen...so fragt uns Sr. Gianna, um uns ein wenig aufzuwecken, nach einem Schlüsselwort unseres WJT, welche Gaben wir davon zurückbehalten haben. Müdigkeit, Mut, Hoffnung, Liebe, Schwierigkeiten beim Teilen. Dann kommt der Augenblick, an dem wir uns von den Brasilianern und Amerikanern verabschieden müssen: wir werden zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedene Weise abfahren: einige von uns mit dem Flugzeug, andere mit dem Bus - wie wir und die jungen Leute aus dem Senegal. Die wahre Herausforderung beginnt jetzt: was wir in diesen Tagen gehört und erlebt haben muß nun in unsenren Herzen getragen werden. |
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